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Bericht zum Vortrag "Insektensterben - Ursachen und Folgen" am 18. April 2018

Auf Einladung des BUND-Ortsverbandes Korntal-Münchingen hielt Frau Sabine Holmgeirsson, Fachberaterin für Bienen und Pflanzenschutz des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg am vergangenen Mittwoch einen sehr interessanten Vortrag in der Stadthalle Korntal, der mit gut fundiertem Fachwissen viele verschiedene Aspekte dieses wichtigen Themas beleuchtete. Honig- und Wildbienen leisten einen unersetzlichen Beitrag zur Befruchtung zahlreicher Nutzpflanzen bei uns. Insekten allgemein sind aber auch die Basis zahlreicher Nahrungsketten in der Natur, so dass deren Rückgang nicht ohne Auswirkung auch auf unsere menschlichen Lebensgrundlagen bleiben kann.
Es gibt viele Ursachen für das Insektensterben: Die Zersiedelung unserer Landschaft durch immer neue Wohn- und Industriegebiete, Überdüngung und häufiges Mähen von Wiesen mit Silage, aber auch die Verarmung vieler Gärten an Blühpflanzen (Negativbeispiel: geschotterte Gärten mit einigen wenigen Koniferen), das alles nimmt vielen Insekten ihre Lebensgrundlage für Nahrungssuche und Fortpflanzung. Zusammen mit der Zerschneidung der Landschaft durch immer neue Straßen führt dies auch zu einer zunehmenden Inselbildung der Lebensräume und damit zu einer genetischen Verarmung vieler Arten. Unbestritten ist jedoch auch, dass der intensive Einsatz von Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden – zusammen als Pestizide bezeichnet – hierbei eine ganz wesentliche Rolle spielt.
Frau Holmgeirsson legte in diesem Zusammenhang großen Wert darauf, dass man nicht nur mit dem Finger auf „die böse industrialisierte Landwirtschaft“ zeigen darf. Gerade bei uns in Baden-Württemberg mit unserer meist kleinteiligen Landwirtschaft und der vielfach praktizierten Fruchtfolge muss man diese Problematik differenzierter betrachten als in nord- und ostdeutschen Gebieten mit wirklich großen Betrieben und riesigen einheitlichen Anbauflächen. Erschreckend und für viele Zuhörer neu war, dass ein unverantwortlich hoher Anteil der in Deutschland verkauften Pestizide im Hobby-Gärtnerbereich eingesetzt wird – oft ohne die notwendige Fachkenntnis (und meist ohne dass das „Kleingedruckte“ gelesen wird).
Dies ist ein Feld, wo jeder Gartenbesitzer und Pächter, aber auch die Städte und Gemeinden, ihren Beitrag zu einer Verbesserung der Situation leisten können, und sicherlich werden viele der Zuhörer ihre eigene Vorgehensweise gegen „Schadinsekten“, „Unkräuter“ und Blattkrankheiten kritisch hinterfragen und künftig ändern.
Umso bedauerlicher ist es, dass kein Vertreter der Stadtverwaltung Korntal-Münchingen oder der Stadtgärtnerei sich die Zeit nehmen konnte (oder wollte?), bei diesem wichtigen Thema anwesend zu sein. Hatte man nach Diskussionen im Vorfeld Angst vor der Landwirtschaft, sich in irgendeiner Richtung positionieren zu müssen? Zur Beruhigung von Bürgermeisteramt und Umweltstelle sei deshalb betont, dass in der offenen Diskussion alle Landwirte, die sich zu Wort meldeten, ihre „positive Überraschung“ über Frau Holmgeirssons Vortrag betonten. Bei aller unterschiedlichen Bewertung im Einzelnen war es allgemeiner Konsens, dass Lösungen für die gesamte Problematik des Pestizid-Einsatzes in der Landwirtschaft im Gespräch miteinander (und nicht übereinander) gesucht werden müssen. Blühstreifen entlang von Wegen sind sicherlich ein guter Ansatz, aber es gibt hier noch viel Potenzial für Verbesserungen, das gemeinsam erarbeitet, bewertet und umgesetzt werden sollte. Wer anders als die Stadtverwaltung könnte solche Gespräche von Landwirtschaft, Umweltverbänden und Stadt organisieren und moderieren?
Günter Zerweck

Jahreshauptversammlung 2017

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Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 13. Februar 2017
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Jahreshauptversammlung 2016 - Protokoll

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Wie baue ich einen Greifvogelansitz (Jule)?

Johannes Völlm hat kürzlich zwei Julen gebaut (Ansitze für Greifvögel wie z.B. Mäusebussarde) und die Arbeitsschritte dokumentiert.

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Bebauungsplan "Korntal-West"

Das Planungsbüro ARP hat im Auftrag der Stadt Korntal-Münchingen den Entwurf für den Bebauungsplan "Korntal-West" erstellt und heute - unter anderem - dem NABU Korntal-Münchingen zur Stellungnahme zugestellt.

Stellungnahmen müssen bis zum 28. Juni 2016 eingereicht werden.

Ich lade den gesamten Inhalt der CD hierher hoch und bitte alle Interessierten, den Entwurf insbesondere in den uns betreffenden Abschnitten Anhang 4-1 und 4-2 sorgfältig durchzuschauen. Falls eine Stellungnahme erwünscht ist, bitte ich um Ihre Vorschläge oder Kritikpunkte bis spätestens 21. Juni.

Freundliche Grüße

Günter Zerweck

 

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Anl3-2_GOP_OEKVO-Berechnung.pdf
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Anl3-3_GOP_Bestand Arten.pdf
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Anl3-5_GOP Massnahmen.pdf
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Anl3-6_GOP_Baumbest-pfb.pdf
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Anl4-1_Artenschutzuntersuchung_4-1.pdf
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Anl4-2_CEF-Konzept_4-1.pdf
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Anl4-4_Schallschutzgutachten_4-1.pdf
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Anl4-6_Klimagutachten_4-1.pdf
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